Der runde Tisch legales Graffiti
Im Jahr 2003 wurde vom HipHop-Büro Bielefeld der runde Tisch legales Graffiti gegründet. Als das HipHop-Büro 2004 von den Falken geschlossen wurde, formierte sich die mitlerweile gewachsene Arbeitsgemeinschaft neu, traf sich nun woanders und arbeitete als selbständige Gruppe weiter.
Kontakt: aero-soul@mxzone.de
Selbstverständnis (Stand 26.03.2004):
„Der Runde Tisch – Legales Graffiti ist eine Plattform, um Graffiti abseits der Illegalität auszuüben. Diese Plattform soll dazu dienen, sich zu vernetzen, um gemeinsam in einer von der Öffentlichkeit akzeptierten, (im besten Falle) unterstützten Künstlergruppe tätig zu werden.
Der Runde Tisch verfolgt das Ziel von Akzeptanz und Toleranz. Graffiti ist eine berechtigte Ausdrucksform.In diesem Sinne sind alle Aktivitäten, die mit dem Runden Tisch zusammenhängen, auf das legale Graffiti bezogen. Es können einige herrschende offizielle illegale Normen und Werte durch Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit (Murals – „Graf ist Kunst“/ öffentliche Malaktionen & Workshops) in Frage gestellt, umformuliert und neu definiert werden. Doch ist dies nicht der Ausgangspunkt, nur ein mögliches Ziel. Bei dem Runden Tisch geht es darum, gemeinsam Ziele zu erarbeiten und zu verfolgen. Dies entsteht durch kontinuierliches und zuverlässiges Arbeiten! Die Mitarbeit von allen ist wichtig, ganz egal wie viel jede/r leisten kann und will. Die Kommunikation ist ein entscheidender Faktor, eventuelle Missverständnisse und Kritiken sollten angesprochen werden. Nur so kann sich die Plattform entwickeln. Sie ist nicht statisch, sondern sie entwickelt sich je nachdem was die Mitmacher beisteuern. Alle sind Teil der Plattform, egal wie viel er/sie sich einsetzt. Konkret auf das Graffitimalen bezogen, beinhaltet der Runde Tisch, dass bei einem geplanten Konzeptbild sich die Maler zusammen setzen und Vorschläge präsentieren. Es wird miteinander diskutiert, bis ein Konsens gefunden wird. Thema, Inhalt, Farb- und Formgebung, Bildaufbau und vor allem die Organisation / Ablauf der Malaktion werden dann im Vorfeld besprochen. So wissen alle, wenn sie nachher an der Wand stehen, in welche Richtung es geht. Nicht jeder macht wie üblich sein kleines Bild, wo der Gesamteindruck eines Flickenteppichs entsteht. Vielmehr entsteht ein großes zusammenhängendes und in sich geschlossenes Bild. An der Wand ist die Kommunikation, der Austausch und die Kritik ebenso wichtig, damit alle von- und miteinander lernen und sich weiterentwickeln. Bei einem Überschuss von Materialien von Auftragsarbeiten, werden diese zu neuen gemeinschaftlichen Projekten weiter benutzt. Bei Entlohnung für Auftragsarbeiten, geht die Hälfte der Einnahmen an die jeweiligen Künstler. Die andere Hälfte geht auf das gemeinschaftliche Konto vom Runden Tisch Graffiti und wird zur Förderung anderer Projekte verwendet, wie z.B. eine Informations- und Aufklärungs-broschüre, Events und weitere Projekte .Damit das Projekt „Runder Tisch Graffiti“ Erfolg hat, sind folgende Voraussetzungen entscheidend:
Voraussetzung:
- kontinuierliches Arbeiten
- Verantwortung für sich und die anderen übernehmen
- Probleme und Stärken ansprechen
- Respekt leben und nicht reden
- Offenheit
Ziele:
In erster Linie die Organisation von
- legalen Wänden
- Auftragsarbeiten
- Sponsoren/Farben
- Ausstellungen
- Aufklärungsarbeit
- Homepage
- weitere Projekte in Bezug auf Graffiti
NicolaikircheGraffitiaktion in der Innenstadt an der Nicolaikirche des runden Tisches vom HipHop-Büro im Rahmen der Graffitifilmtage |
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FalkendomIm Rahmen des HipHop-Büros fand in 2003 eine große Wandmalaktion am Falkendom statt. Knapp ein dutzend Maler, der Jüngste (Dj Mace) 13 Jahre alt, beteiligten sich. |
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Vlotho U&D 2003 |
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Zeitzeugen
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